BREXIT, GREXIT…EXIT der EU?

Pánta chorei kaì oudèn ménei. (Alles fließt und nichts bleibt; es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln.) Platon

Dieser Satz sagt doch eigentlich alles. Nichts wird ewig währen, nichts ist von Dauer. Keine EU, kein 1000jähriges Reich und auch sonst nichts.

Alles ist im ständigen Fluss. Die Natur der Welt ist Veränderung. Natürlich ist Veränderung nicht immer positiv. Veränderung kann aber ein Umdenken und die Bereitschaft zum Wandel anstoßen.

Diesen Fall erleben wir gerade jetzt. Die Briten haben abgestimmt und sich gegen die EU entschieden. Das Geschrei ist groß, alle sehen ihre Felle wegschwimmen. Es wird sogar diskutiert, ob und wie man diesen Volksentscheid ignorieren könnte. Schließlich hängen ja Märkte und Arbeitsplätze an der Mitgliedschaft in der EU. Waren alle Engländer vor der EU arbeitslos? Gab es keine Exporte? Gab es vor der EU überhaupt Engländer???

Kaum einer unserer völlig zu Unrecht überbezahlten Parlamentarier fragt sich dagegen, warum die Entscheidung so ausgefallen ist. Warum in Europa so viele Menschen gegen die EU sind.

Was hat der einfache Mensch, außer der Reisefreiheit und Währungsgleichheit, von der EU? Da kommt erst einmal lange nichts. Freie Wahl des Wohnsitzes und Arbeitsplatzes, ok. Das sind aber wohl für die meisten von uns untergeordnete Faktoren.

Mit Einführung des Euros gab es, zumindest in Deutschland, massive Preisanstiege. Die Kaufkraft des Euros und der Menschen sank rapide. Rigorose Reglementierungswut und Geldverschwendung setzte ein. In Brüssel wurde jahrelang am Bürger vorbei regiert. Die einzigen Nutznießer der EU war die Industrie. Einfachere Exportbedingungen verschafften der Exportindustrie Gewinne, dass ihnen die Augen vor Freude tränten.

Beim Bürger kam davon nichts an. Die Beiträge, die Deutschland als eines der stärksten Länder zu entrichten hatte, sorgten im Gegensatz dazu für Steuererhöhungen und knappe Kassen im Staatssäckel.

Politik wird nie für den Bürger gemacht, erst recht nicht von der EU. Wir sind nur einem immer mehr ins riesenhafte wucherndem Verwaltungsapparat ausgesetzt. Das hat die EU in den letzten Jahren mit Bravour bewiesen.

Da wundert es nicht, das es in der Bevölkerung- nicht nur in England- brodelt.

Alles ist im Fluss. Jetzt wäre es an der Zeit, die EU zu reformieren. Dieses undurchsichtige Dickicht aus Lobbyisten und Verordnungen zu entflechten und neu aufzubauen. Nur dann kann die EU überleben und ihren Bürgern auch echten Mehrwert bieten.

Es ist eine Zerreißprobe und schwere Krise, keine Frage. Aber es ist eine Krise, an der die EU wachsen kann. Wachsen zu dem was sie immer sein wollte: ein vereinigtes und friedliches Europa.

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